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Was hilft gegen Haarausfall bei Männern?

Genetisch bedingter Haarausfall bei Männern (auch bekannt als androgenetische Alopezie) ist ein Problem, das in den USA schätzungsweise 50 Millionen Männer betrifft. Er beginnt mit Haarausfall über den Schläfen, was die typische M-Form bewirkt.

 

Mit der Zeit nimmt der Haarverlust rund um den Scheitel zu und weitet sich manchmal sogar auf die Seitenpartien und den Hinterkopf aus, bis eine komplette Glatze entsteht. Wenn Sie von dieser Form des Haarausfalls betroffen sind und sich daher nicht mehr wohl in Ihrer Haut fühlen, gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten für Sie. Was hilft gegen Haarausfall?

 

Bewährte Behandlungsmöglichkeiten

Verstehen Sie die Ursache von genetisch bedingtem Haarausfall bei Männern. Androgenetischer Haarausfall wird zwar mit männlichen Sexualhormonen in Verbindung gebracht (Androgene), seine genaue Ursache ist jedoch unbekannt.

  • Genetischer Haarausfall bei Männern wird, wie der Name bereits sagt, durch genetische Veranlagung ausgelöst. Man hält Dihydrotestosteron (DHT) für das Androgen, das bei Haarausfall die Hauptrolle spielt.
  • Es wird vermutet, dass ein erhöhtes DHT-Niveau in den Haarfollikeln den Wachstumszyklus der Haare verkürzt und das Nachwachsen neuer Haare verzögert.
  • Mit der Zeit stellen die Haarfollikel die Produktion neuer Haare ein. Sie sterben jedoch nicht ab, was vermuten lässt, dass sie noch immer in der Lage sind, neue Haare zu produzieren.

 

Versuchen Sie Minoxidil (Regaine). Minoxidil ist ein von der FDA genehmigtes, topisches Mittel zur Behandlung von genetisch bedingtem Haarausfall bei Männern. Die Lösung stimuliert das Wachstum der Haarfollikel und wird direkt auf die Kopfhaut aufgetragen.

  • Minoxidil verlangsamt den Haarausfall und bei einigen Männern wachsen auch neue Haare nach. Der Haarausfall kehrt allerdings wieder zurück, sobald das Medikament abgesetzt wird, daher müssen Sie Minoxidil weiter einnehmen, um Ergebnisse zu sehen.
  • Nebenwirkungen, die mit Minoxidil in Verbindung gebracht werden, sind Jucken, Hautausschlag, Akne, Brennen, Entzündungen und Schwellungen.
  • Zu den ernsten Nebenwirkungen, die darauf hinweisen, dass Ihr Körper zu viel des Medikaments aufgenommen hat, zählen verschwommene Sicht, Brustschmerzen, Schwindel, Ohnmacht und Herzrhythmusstörungen.

 

Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie Finasterid einnehmen sollen. Finasterid (im Handel als Propecia und Proscar bekannt) ist eine verschreibungspflichtige Tablette, die oral einzunehmen ist, und gewissermaßen effektiver als Minoxidil ist. Ihre Wirkungsweise beruht auf der Blockierung jenes Enzyms, das Testosteron in DHT umwandelt.

  • Finasterid verlangsamt den Haarverlust, solange Sie es einnehmen. Sobald Sie die Behandlung abbrechen, kehrt der Haarausfall jedoch typischerweise innerhalb eines Jahres zurück.
  • Zu den Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Finasterid gehören: Schüttelfrost, Kaltschweiß, Verwirrung, Schwindel, Nesselausschlag, Schwellungen in Beinen, Armen und Gesicht, Kribbeln, Erektionsstörungen, eine verminderte Libido, Ejakulationsstörungen und Gewichtszunahme.

 

Lassen Sie sich Haare implantieren. Bei einer Haartransplantation werden winzige Haarstücke von einer Stelle Ihrer Kopfhaut in den kahlen Bereich implantiert. Haartransplantationen benötigen üblicherweise mehrere Sitzungen und wenngleich sie teuer sein können, sind die Ergebnisse effektiv und permanent.

  • Vor dem Eingriff wird die Kopfhaut mittels Lokalanästhesie betäubt.
  • Während des Eingriffs wird ein kleines Stück behaarter Kopfhaut entfernt (Spenderbereich) und die verbleibende Haut wird zusammengenäht. Danach werden aus dem Spenderbereich sorgfältig kleine Haarbüschel entfernt und in die kahle Stelle transplantiert.
  • Im Laufe einer Sitzung können Tausende Haare transplantiert werden.
  • Haartransplantationen können Narben und Blutungen zufolge haben und es besteht das Risiko einer Infektion.

 

Methoden, um Ihre Haargesundheit allgemein zu verbessern

Essen Sie Power Food, das Haarverlust bekämpft. Unausgewogene Ernährung ist eine häufige Ursache von Haarausfall. Ungesunde Ernährung kann zu einem Defizit an Makronährstoffen (Eiweiß, Fette, Kohlenhydrate) und Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe) führen, das Ihren Körper schädigt und Haarausfall verursachen kann.

Um die Gesundheit Ihres Haars und Ihr allgemeines Wohlbefinden zu stärken, sollten Sie einige oder sämtliche der angeführten Lebensmittel in Ihren Speiseplan aufnehmen:

  • Essen Sie rote, gelbe und orangefarbene Früchte und Gemüse (etwa Karotten, Süßkartoffel, Paprika und Zuckermelone), in denen viel Vitamin A oder Beta-Carotin steckt. Einige Studien lassen vermuten, dass Vitamin A das Wachstum und die Gesundheit von Zellen, einschließlich Haarfollikel, fördert.
  • Fördern Sie gesundes Haar, indem Sie fetthaltigen Fisch (wie Lachs oder Sardinen) essen, in denen viele Omega-3-Fettsäuren stecken.
  • Essen Sie Joghurt und andere Lebensmittel, die reich an Vitamin B5 sind, um die Durchblutung Ihrer Kopfhaut zu verbessern, was wiederum das Haarwachstum fördern kann.
  • Bereiten Sie einen Salat aus Spinat zu, der reich an Vitamin A, Eisen, Folsäure und Vitamin C ist. Diese Mischung aus Vitaminen und Mineralstoffen hilft dabei, die Gesundheit von Kopfhaut und Haar zu unterstützen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie ausreichend Eiweiß aufnehmen, etwa durch den Verzehr von magerem Fleisch (wie Huhn oder Truthahn), mageren Milchprodukten und proteinreichem Gemüse (beispielsweise Bohnen). Unser Haar besteht aus einem Eiweißmolekül namens Keratin und daher ist ausreichend eiweißreiche Nahrung ein wichtiger Nährstoff für unser Haar.
  • Essen Sie Lebensmittel, die Vitamin B7 (auch Biotin genannt) enthalten, da sie helfen können, das Haarwachstum zu fördern. Zu den Lebensmitteln, die Sie essen sollten, zählen unter anderem: Eier, angereichertes Getreide, Milchprodukte und Huhn.
  • Essen Sie zinkreiche Lebensmittel wie Austern, Hummer und angereichertes Getreide. Zinkmangel kann Haarausfall verursachen, daher sollten Sie sicherstellen, dass Sie dieses Mineral ausreichend in Ihren Speiseplan integrieren.


Trinken Sie viel Wasser. Ist Ihr Körper nicht ausreichend hydriert, können Ihre Haut- und Ihre Haarzellen nicht wachsen und gedeihen. Um für Gesundheit und Wachstum Ihres Haars zu sorgen, sollten Sie viel Wasser trinken, um Dehydrierung zu vermeiden.

  • Versuchen Sie, täglich mindestens acht Gläser Wasser, bei viel Bewegung und Hitze auch mehr, zu trinken.
  • Koffeinhaltige Getränke (wie Kaffee, Tee und Limonaden) wirken dehydrierend, daher kann ihr Konsum den Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen. Versuchen Sie, nur auf Wasser und ungesüßte Tees oder Säfte zurückzugreifen und den täglichen Koffeinkonsum auf ein oder zwei Getränke täglich zu beschränken.

 

Beseitigen Sie Stressfaktoren in Ihrem Leben. Es deutet zwar nichts darauf hin, dass androgenetischer Haarausfall und Stress miteinander in Verbindung stehen, dennoch kann Stress Haarausfall verursachen. Um Ihr Haar gesund zu halten, sollten Sie alles in Ihrem Leben vermeiden, was Stress auslöst. Es sind drei Typen des stressbedingten Haarausfalls bekannt:

  • Telogenes Effluvium ist eine Störung, bei der innerhalb weniger Monate eine große Anzahl Haarfollikel stressbedingt in den Ruhezustand und ausfallen.
  • Trichotillomanie ist eine stressbedingte Störung, bei der Betroffene den unwiderstehlichen Drang empfinden, sich die Haare auszureißen. Ausgelöst wird Trichotillomanie häufig durch Stress, sie kann jedoch auch auf Anspannung, Einsamkeit, Langeweile oder Frustration zurückzuführen sein.
  • Alopecia areata entsteht, wenn das körpereigene Immunsystem die Haarfollikel angreift und dadurch Haarausfall verursacht.
  • Im Gegensatz zu genetisch bedingtem Haarausfall bei Männern ist stressbedingter Haarausfall nicht unbedingt endgültig. Sobald Sie Ihren Stresspegel reduziert haben, kann Ihr Haar durchaus wieder nachwachsen.


Lassen Sie sich ärztlich untersuchen. Einige Gesundheitszustände und Krankheiten können Haarausfall verursachen, die nichts mit genetisch bedingtem Haarausfall bei Männern zu tun haben. Suchen Sie bei Haarausfall Ihren Arzt auf. Dieser kann die Ursache feststellen und andere Einflüsse ausschließen.

  • Hormonelles Ungleichgewicht, hormonelle Veränderungen (etwa während der Schwangerschaft, nach der Geburt oder in der Menopause) und Schilddrüsenfehlfunktion können temporären Haarausfall verursachen.
  • Infektionen der Kopfhaut, etwa aufgrund von Dermatophytose, können das Haar befallen und kahle Stellen und Haarausfall verursachen. In der Regel wächst das Haar nach, sobald die Infektion abgeklungen ist.
  • Andere Erkrankungen, etwa die Knötchenflechte (lichen ruber planus) sowie einige Formen von Lupus und Sarkoidose können permanenten Haarausfall verursachen.
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